Özgur Gezer auf einer Brache.

Auf der jetzigen Brache neben dem Gesundheitsamt Bremerhaven will Özgur Gezer fünf Häuser mit 40 Mietswohnungen bauen. Der Bunker im Hintergrund wird abgerissen.

Foto: Bohn

Auf der jetzigen Brache neben dem Gesundheitsamt Bremerhaven will Özgur Gezer fünf Häuser mit 40 Mietswohnungen bauen. Der Bunker im Hintergrund wird abgerissen.

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Bremerhaven: Die Tage der Brache an der Wurster Straße sind gezählt

Jahrelang ärgerte sich Özgür Gezer über die Brache an der Wurster Straße neben dem Gesundheitsamt. Eigentlich wollte ein Hamburger Unternehmen hier ein Pflegezentrum für Menschen mit Demenz errichten. Doch dazu kam es nicht. „Ich fand es schade, dass hier nichts passiert. Deswegen habe ich mich um das Grundstück bemüht“, sagt Gezer. Er will hier Wohngebäude errichten.

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Ursprünglich stand auf dem 5500 Quadratmeter großem Grundstück ein alter Gebäudekomplex. Der wurde abgerissen, geblieben sind nur der alte Bunker und eine Sandfläche. Doch das soll sich grundlegend ändern. „2019 kurz vor Weihnachten habe ich den Hamburgern das Gelände abgekauft“, erzählt Gezer, geschäftsführender Gesellschafter der Gezer-Gruppe.

40 Mietwohnungen sollen entstehen

Etwa 8,5 Millionen Euro will die Gruppe investieren. Fünf Gebäude mit insgesamt 40 Mietwohnungen sollen entstehen, 75 bis 100 Quadratmeter groß. Unter den Gebäuden wird eine Tiefgarage Platz für 40 Fahrzeuge bieten.

Der ganze Komplex soll sich nach Willen von Gezer in die Umgebung einpassen: „Es soll ein parkähnliches Wohnen werden mit viel Grün um die Gebäude“, sagt der 36-Jährige. Die fünf Gebäude sollen sich optisch dem Gesundheitsamt anpassen. Ob verputzt oder verklinkert wird, muss noch entschieden werden. „Wir stimmen uns mit dem Stadtplanungs- und dem Bauamt ab“, sagt Gezer.

Anschluss an das Fernwärmenetz ist vorgesehen

Die Gebäude selber entstehen in energieeffizienter Bauweise nach KFW 40 Plus, wie der 36-Jährige betont. Angeschlossen werden sollen sie an das Fernwärmenetz. Zudem sind die Wohnungen barrierearm und mit Fahrstühlen ausgestattet. „Bei den Zuschnitten der Wohnungen richten wir uns eigentlich an alle“, sagt Gezer: Es gebe Wohnungen für Singles, ebenso wie für ältere Ehepaare und auch für Familien.

Vermietet werden sollen die Wohnungen ab etwa 8,90 Euro pro Quadratmeter. Neuer Wohnraum sei in Bremerhaven begehrt, meint Gezer: „Wir haben noch nicht angefangen zu bauen, aber jetzt schon eine große Nachfrage nach den Wohnungen.“

Noch im ersten Quartal soll es auf dem Gelände losgehen. Als Erstes muss der Bunker abgerissen werden. Gezer rechnet dafür mit Kosten von rund 200.000 Euro. „Ich lege Wert darauf, dass regionale Firmen die Aufträge erhalten. Das wird auch nachher beim Bau so sein“, verspricht Gezer.

Kurz vor der Genehmigung

Derzeit steht das Projekt kurz vor der Genehmigung. Gezer rechnet damit, dass er im zweiten Quartal mit dem Bau beginnen kann. Den Rohbau wird die Gezer Bauunternehmung herstellen, die Folgegewerke werden an regionale Firmen vergeben. Die Vermietung erfolgt über Polzin Gezer Immobilien. Das Projekt soll etwa 18 Monate nach Baubeginn fertig sein.

Das Projekt an der Wurster Straße sieht Gezer als gutes Beispiel dafür an, dass lokale Unternehmen sich um die Bautätigkeiten in der Seestadt kümmern sollten: „Die haben eine ganz andere Beziehung dazu“, meint der 36-Jährige, der sich selber als Lokalpatriot bezeichnet. Immerhin sei er in Bremerhaven geboren und lebe hier auch mit seiner Frau und seinen drei Söhnen.

So achte er, wenn er in der Stadt unterwegs sei, immer darauf, wo noch Potenzial möglich sei. „Wenn das alle regionalen Firmen tun, können wir Bremerhaven gut entwickeln“, ist er überzeugt. Gezer ist derzeit an mehreren Orten in der Stadt tätig, unter anderem baut er Mehrfamilien- und Reihenhäuser am Geestebogen, das K1 Bürogebäude im Fischereihafen sowie das Studentenwohnheim Casa Mar.

Visualisierung. 40 Wohnungen an der Wurster Straße.

So sollen die Häuser mit insgesamt 40 Wohnungen an der Wurster Straße einmal aussehen.

Foto: Gezer-Gruppe

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