Mehr Effizienz und mehr Klimaschutz bei der Energieversorgung: Die vier Gebäude der Wohnanlage Krummenacker/Thunstraße in Wulsdorf lässt die Gewoba mit einem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen ausstatten.

Mehr Effizienz und mehr Klimaschutz bei der Energieversorgung: Die vier Gebäude der Wohnanlage Krummenacker/Thunstraße in Wulsdorf lässt die Gewoba mit einem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen ausstatten.

Foto: Haase

Mehr Effizienz und mehr Klimaschutz bei der Energieversorgung: Die vier Gebäude der Wohnanlage Krummenacker/Thunstraße in Wulsdorf lässt die Gewoba mit einem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen ausstatten.

Heute

Bremerhaven: Sanierte Bäder und Sonnenstrom

Die Gewoba hat trotz der Corona-Einschränkungen im vergangenen Jahr 740 Bäder in der Seestadt sanieren lassen. 103,2 Millionen Euro investierte das Wohnungsunternehmen 2020 in seinen Bestand – davon 33,4 Millionen Euro in Bremerhaven. Auch in die energetische Gebäudesanierung fließt Geld. Eines der künftigen Projekte in der Stadt: die Wohnanlage Krummenacker/Thunstraße in Wulsdorf.

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Die Gewoba hat 2020 insgesamt 1140 Bäder in möglichst barrierearmer Ausführung erneuert. Von den 740 in Bremerhaven befinden sich 435 in Lehe, 155 in Grünhöfe und 150 in Mitte. „Wir versuchen, bei Sanierungen, von denen Mieter betroffen sind, sehr massiv zu intervenieren, damit Termine eingehalten werden“, betonte Vorstandsvorsitzender Peter Stubbe während der Bilanz-Pressekonferenz. Für 2021 plant die Gewoba erneut 1035 Badmodernisierungen, davon 670 in der Seestadt (551 in Leherheide und 119 in Lehe). Auch 2022 soll es mit Badsanierungen in Leherheide weitergehen.

Strategie zum Klimaschutz

Im Rahmen der energetischen Modernisierung haben im vergangenen Jahr 19 Gebäude mit 522 Wohnungen (davon 120 in Bremerhaven) eine neue Hülle bekommen. Weitere 450 Wohnungen sind in diesem Jahr vorgesehen. Seit Jahren verfolge die Gewoba eine ambitionierte Klimaschutzstrategie: Bis 2050 strebt sie eine Reduktion der relativen CO2-Emissionen um 80 Prozent verglichen mit dem Referenzjahr 1990 an. „91,6 Prozent der Gebäude mit 93,8 Prozent der Bestandsflächen sind inzwischen energetisch saniert“, sagte Vorstand Manfred Sydow. Die Klimaziele des Landes Bremen für 2020 habe die Gewoba schon frühzeitig erreicht.

Wärme aus zwei Gaskesseln

Eine effiziente, regenerative und dezentrale Energieversorgung hat zum Beispiel die Umrüstung der Gewoba-Wohnanlage Krummenacker/Thunstraße zum Ziel. Mehr als 400.000 Euro investiert die Gewoba in die vier Gebäude. Bisher werden die 92 Wohneinheiten mit Wärme aus zwei Gaskesseln versorgt. In diesem Jahr installiert die Tochtergesellschaft Gewoba Energie ein effizientes Blockheizkraftwerk, das sowohl Wärme als auch Strom erzeugt.

Im Zuge der für 2022 geplanten Dachsanierung erhalten die Gebäude Photovoltaikanlagen mit mehr als 150 Kilowatt Leistung. „Allein mit dieser Photovoltaikanlage werden zukünftig aus der Sonne etwa 120000 Kilowattstunden Strom gewonnen“, kündigt Gewoba-Pressesprecherin Christine Dose an. Kostenerhöhungen für die Mieter seien nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Der Solarstrom werde den Bewohnern zusammen mit dem Strom aus dem Blockheizkraftwerk als günstiger Mieterstrom angeboten.

Effekte gibt es auch für den Klimaschutz: Insgesamt halbiert sich der CO2-Ausstoß durch das Blockheizkraftwerk und die Photovoltaikanlage auf rund 170 Tonnen pro Jahr. „Das liegt auch an der um 40 Prozent größeren Effizienz der neuen Anlagentechnik“, erläutert Dose.

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