Dr. Oliver Radke am Notarzteinsatzfahrzeug.

Anästhesie- und Intensivmedizin-Chefarzt Dr. Oliver Radke fährt unabhängig von dem aktuellen Engpass selbst regelmäßig auf dem Notarzteinsatzfahrzeug mit.

Foto: Lothar Scheschonka

Anästhesie- und Intensivmedizin-Chefarzt Dr. Oliver Radke fährt unabhängig von dem aktuellen Engpass selbst regelmäßig auf dem Notarzteinsatzfahrzeug mit.

Heute

Bremerhaven: Warum nachts oft nur noch ein Notarzt unterwegs ist

In 18 Nächten seit Anfang September war in Bremerhaven nachts nur ein Notarzt im Einsatz. Vorgeschrieben sind laut einem Vertrag zwischen dem Klinikum Reinkenheide und dem Wirtschaftsbetrieb Rettungsdienst der Feuerwehr jedoch, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit zwei Notärzte zur Verfügung stehen müssen. Weil zwischen April und Oktober fünf Ärzte, die für den Einsatz als Notfallmediziner qualifiziert waren, gegangen sind, kann das Klinikum Reinkenheide das aber seit fast drei Monaten nicht mehr sicherstellen. An einer Lösung wird bereits gearbeitet.

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„Seit September gibt es definitiv ein Besetzungsproblem“, bestätigt Feuerwehr-Chef Jens Cordes Recherchen von NORD|ERLESEN. Was ist, wenn zum Beispiel zwei Patienten fast gleichzeitig einen Herzinfarkt bekommen und zwei Notärzte gebraucht werden? Der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin in Reinkenheide, Dr. Oliver Radke, koordiniert die Besetzung der NEF (Notarzteinsatzfahrzeuge) und betont: „Die Sicherheit und notfallmedizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger war stets gewährleistet.“ Auch Cordes gibt Entwarnung: „Die Versorgung der Bevölkerung ist sichergestellt.“ Aber es komme zu mehr Stress und Belastung der einzelnen Notärzte sowie der Rettungsdienst-Mitarbeiter wie Notfall- und Rettungssanitätern. Dass zwei Notärzte etwa gleichzeitig alarmiert werden, betrifft laut Cordes innerhalb von zwölf Stunden im Schnitt zwei Rettungseinsätze. Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes seien aber über ihre drei Jahre dauernde Ausbildung mittlerweile so gut qualifiziert, dass sie den Patienten vor Ort sehr gut versorgen könnten, gerade im Fall von lebensrettenden Maßnahmen. Daher sei es kein Versorgungsnachteil, wenn ein Notarzt erst etwas später hinzukomme. Sechs bis sieben Notarzteinsätze pro Schicht seien üblich.

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