Bremische Bürgerschaft

Die Bremische Bürgerschaft diskutierte am Donnerstag über die Krankenhausplanung im Land Bremen.

Foto: Ingo Charton

Die Bremische Bürgerschaft diskutierte am Donnerstag über die Krankenhausplanung im Land Bremen.

Heute

CDU fordert völlig neue Krankenhauspolitik für das Land Bremen

Mehr Spezialisierung, keine Doppelstrukturen, eine bessere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgung: Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert eine völlig neue Krankenhauspolitik im Land Bremen: „Wenn wir nicht in wenigen Jahren ein Medizinstandort zweiter oder dritter Klasse werden wollen, müssen wir dringend handeln“, warnte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Rainer Bensch, am Donnerstag in der Bürgerschaft.

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Mit ihrem Antrag für eine konsequent patientenorientierte Krankenhausplanung und eine Machbarkeitsstudie für mehr Leistungs- und Bedarfsorientierung in den Kliniken scheiterte die Union jedoch. Kurz zuvor hatte sich die Bürgerschaftsabgeordnete Sülmez Dogan (Grüne) von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) versichern lassen, dass die Finanzierung des Kinderklinik-Neubaus in Bremerhaven gesichert sei. „Wenn hier ein Koalitionspartner fragen muss, ob die Kinderklinik gesichert ist oder ein Baustopp droht, dann zeigt das, dass die Krankenhauspolitik mitten in der Legislaturperiode vollständig gescheitert ist“, sagte Bensch und benannte die Stellschrauben, an denen aus seiner Sicht gedreht werden muss: „Krankenhausplanung ist im Land Bremen immer nur Besitzstandswahrung.“ Abteilungen würden mehrfach vorgehalten, obwohl „wir einen Ärzte- und Pflegekräftemangel haben. Wir brauchen erst die Analyse, dann die Strategie, dann die Krankenhausplanung“, forderte Bensch. Derzeit stimme die Reihenfolge einfach nicht. Es brauche eine Machbarkeitsanalyse, wie die Krankenhauslandschaft in Bremerhaven und Bremen nach vorne gebracht werden könne. „Dazu gehören die Zukunftstrends im Gesundheitswesen: Ambulantisierung von Krankenhausleistungen, Spezialisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz.“ Die Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zur intensivmedizinischen Versorgung im Land Bremen habe ergeben, dass die personelle Lage auf den Intensivstationen Sorge bereite. „Selbst vor Corona gab es schon eine Berufsflucht von Ärzten und Pflegepersonal“, so Bensch. Der Senat habe selbst in seiner Antwort eingeräumt, dass der Betrieb der Intensivstationen nur eingeschränkt leistungsfähig sei. „Das heißt: Wir bewegen uns in Bremen auf einem schmalen Grat“, sagte Bensch.

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