Zählerkoordinatorin Vivian Grimes zeigt den neuen digitalen Wasserzähler, der nach und nach in allen Haushalten des Versorgungsgebiets Einzug halten soll.

Zählerkoordinatorin Vivian Grimes zeigt den neuen digitalen Wasserzähler, der nach und nach in allen Haushalten des Versorgungsgebiets Einzug halten soll.

Foto: Wasserverband Wesermünde

Zählerkoordinatorin Vivian Grimes zeigt den neuen digitalen Wasserzähler, der nach und nach in allen Haushalten des Versorgungsgebiets Einzug halten soll.

Heute

Cuxland: Wasserverbrauch ablesen per Funksignal

Kontaktloses Ablesen der Wasseruhr – das ist nicht nur in Pandemie-Zeiten von Vorteil. Weder muss ein Ableser in die eigenen vier Wände gelassen werden, noch muss der Kunde selber ablesen. Möglich wird das mit einer neuen Generation von Wasserzählern, die der Wasserverband Wesermünde in den kommenden Jahren einführen will.

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Der Verband setzt dazu auf Zähler mit Ultraschalltechnologie, die per Funk abgefragt werden können. „Wir haben in verschiedenen Randlagen unseres Versorgungsgebietes, beispielsweise in Ferienhausgebieten, bereits einige Zähler dieser Bauart im Einsatz und damit positive Erfahrungen gesammelt“, berichtet Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbands. In diesem Jahr sollen zunächst weitere 120 Geräte eingebaut werden.

Die neuen Zähler haben gleich zwei Vorzüge, sagt Mende. Zum einen „ergeben sich auch erhebliche Vorteile beim Ablesemanagement, da bis zu einer Entfernung von 1500 Meter die Ablesung durch einen Funkempfänger möglich ist und somit der Zutritt zum Gebäude unter Anwesenheit des Eigentümers entfällt“. Das Ablesen erfolge dann im sogenannten „drive-by-Modus“ mobil aus dem Fahrzeug heraus – einmal im Jahr bei Privatkunden, einmal monatlich bei Großkunden.

Übertragung über verschlüsseltes Funksignal

Das Verfahren sei sicher, betont Mende. Ausgelöst werde das Signal an der Ableseeinheit mit Funkantenne nur dann, wenn der Zählerstand vom Versorger benötigt werde. „Der Kundendienstmonteur empfängt die Zählerstände über ein verschlüsseltes Signal und übergibt die Daten der Kundenverwaltung zur Abrechnungserstellung“, erläutert der Geschäftsführer. Die Übertragung erfolge im Bereich von 433 Megaherz, das sei völlig unbedenklich.

Zum anderen bieten die neuen Ablesegeräte aber auch technische Vorteile. So besitzt das Gerät keine mechanischen Teile und kommt auch nicht direkt mit dem Wasser in Berührung. Gemessen wird mit akustischen Wellen im Ultraschallbereich. Das Gerät zeichne sich durch eine hohe Messgenauigkeit aus, sei unempfindlich gegen äußere Einflüsse und damit auch gegen Manipulation und magnetischer Beeinflussung, wie es vom Hersteller Itron Intelis heißt. Betrieben wird das Gerät mit einer austauschbaren Batterie, die bis zu 15 Jahre halten soll.

Noch sind die Geräte relativ teuer

„Ein weiterer Vorteil dieser neuesten Wasserzähler-Generation ist die Möglichkeit, über eine Eichfristverlängerung von bis zu zwölf Jahren diese Zählersysteme im Vergleich zu herkömmlichen deutlich länger einsetzen zu können“, sagt Mende.

Doch einen Nachteil haben die Geräte: Sie sind im Moment noch relativ teuer. „Der Markt wird sich aber aufgrund der weiteren Einsatzmöglichkeiten diesbezüglich sicherlich noch ändern“, ist der Geschäftsführer vom Wasserverband Wesermünde sicher. Somit dürfte sich der neue digitale Wasserzähler auf längere Sicht wohl bald in jedem Haushalt finden.

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