Walzähne können bis zu 30 Zentimeter groß werden. Diese Zähne stammen noch aus der Zeit vor der Unterschutzstellung des Pottwals.

Walzähne können bis zu 30 Zentimeter groß werden. Diese Zähne stammen noch aus der Zeit vor der Unterschutzstellung des Pottwals.

Foto: Gabriele Gohritz

Walzähne können bis zu 30 Zentimeter groß werden. Diese Zähne stammen noch aus der Zeit vor der Unterschutzstellung des Pottwals.

Heute

Maritime Kunst aus Knochen und Zähnen

Es ist eine Szenerie aus einer anderen Zeit: ein Walfangschiff vor Hawaii, Inseln, ein Pottwal, Boote mit Seeleuten, deren Gesichter zu erkennen sind. Und so filigran gefertigt, dass sie auf einem etwa 10 Zentimeter langen Walzahn Platz findet. Es ist eine uralte Gravurtechnik, mit der Seeleute früher Kunstwerke in Zähne und Knochen erlegter Pottwale ritzten. Gert Rosenbohm aus Brake beherrscht diese alte Seemannskunst: Scrimshaw.

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Eine Übersetzung für dieses Wort gibt es nicht, sagt der Fachmann, der selber ein kleines beeindruckendes Scrimshaw-Museum besitzt. Aber das Ritzen von Motiven auf dem Elfenbein der Meere war ein gängiges Handwerk der Seeleute, um sich die „endlose Zeit zu vertreiben“, wie Gert Rosenbohm sagt. Denn die Walfang-Schiffe und damit ihre Besatzung waren oft drei bis fünf Jahre unterwegs. Um fern der Heimat, so in der Südsee, Pottwale zu erlegen. Deren wachsartiges Öl im Kopf wurde hoch geschätzt und zur Kerzen-Herstellung genutzt. Der Speck wurde ausgekocht, das gewonnene Öl in vielen Produkten, zum Beispiel Seifen, verwandt. Übrigens: Waltran wurde auch als Schmiermittel genutzt, bis in die 1950er Jahren.
Gert Rosenbohm ist stolz auf sein kleines Scrimshaw-Museum. So manche Rarität hat er inzwischen. Der Fachmann weiß, dass die Kunstwerke aus der historischen Walfangzeit, die etwa 200 Jahre alt sind, an den Rissen zu erkennen sind.

Gert Rosenbohm ist stolz auf sein kleines Scrimshaw-Museum. So manche Rarität hat er inzwischen. Der Fachmann weiß, dass die Kunstwerke aus der historischen Walfangzeit, die etwa 200 Jahre alt sind, an den Rissen zu erkennen sind.

Foto: Gabriele Gohritz

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