Co-Trainer Thorsten Richter (links) und Trainer Roman Broy erfahren mit ihren Jungs vom Fußballverein FC Sparta regelmäßig Rassismus.

Co-Trainer Thorsten Richter (links) und Trainer Roman Broy erfahren mit ihren Jungs vom Fußballverein FC Sparta regelmäßig Rassismus.

Foto: Arnd Hartmann

Co-Trainer Thorsten Richter (links) und Trainer Roman Broy erfahren mit ihren Jungs vom Fußballverein FC Sparta regelmäßig Rassismus.

Heute

Rassismus im Bremerhavener Fußball? Geteilte Meinung bei den Sportlern

Gewalt im Amateurfußball sorgt in Bremerhaven weiterhin für Diskussionen. Nach zwei Vorfällen in jüngster Vergangenheit hatte der BiW-Vorsitzende Jan Timke in einer Anfrage an den Magistrat nach der Herkunft der Täter gefragt. Seine Annahme: Gewalt auf dem Fußballplatz sei vor allem ein Migrationsproblem. Ist das wirklich so? Wir sprachen mit denen, über die geredet wird: Im Gespräch mit NORD|ERLESEN schildern Spieler mit Migrationshintergrund aus Bremerhavener Vereinen ihre Situation. Demnach sorge vor allem Rassismus im Amateurfußball für Ärger und Frust bei den Betroffenen. Bei einem Spieler trifft Timkes Annahme jedoch auf Zustimmung.

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Es ist kalt an diesem Nachmittag, der Nieselregen fegt über die Fußballplätze vom FC Sparta. Wie jeden Freitag findet dort das A-Jugend-Training statt. Immer mit dabei: Trainer Roman Broy und sein Co-Trainer Thorsten Richter. Anfeindungen und Hetze auf dem Platz haben sie schon oft miterlebt – der Grund sei immer derselbe. „Die Mannschaft besteht zu achtzig Prozent aus Flüchtlingen. Wir kriegen häufiger rassistische Beleidigungen zu hören deswegen. Zum Beispiel, wenn wir auf den Platz kommen und die anderen sagen ‚Oh, da kommen die Bombenleger‘“, sagt Broy. Der Annahme von BiW-Politiker Timke widerspricht der Trainer deutlich, vielmehr herrsche Rassismus auf dem Platz. Das mache sich unter anderem auch bei den Entscheidungen der Schiedsrichter bemerkbar. „Dass gegen uns gepfiffen wird, weil die Spieler eine andere Sprache sprechen, passiert alle paar Spiele“, sagt er.

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