Für einige Minuten scheint ein Arm oder Bein taub, oder man sieht nicht mehr richtig. Zum Glück geht das wieder vorbei. Dennoch sollte man das schnell abklären lassen - es könnte ein Warnsignal sein.

Für einige Minuten scheint ein Arm oder Bein taub, oder man sieht nicht mehr richtig. Zum Glück geht das wieder vorbei. Dennoch sollte man das schnell abklären lassen - es könnte ein Warnsignal sein.

Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn

Für einige Minuten scheint ein Arm oder Bein taub, oder man sieht nicht mehr richtig. Zum Glück geht das wieder vorbei. Dennoch sollte man das schnell abklären lassen - es könnte ein Warnsignal sein.

Heute Gesundheit!

Es gibt viele Symptome: Beim Schlaganfall zählt jede Minute

Lähmungs- und Taubheitsgefühle, meist auf einer Körperseite, ein hängender Mundwinkel, Sprachstörungen: Das sind die typischen Symptome für einen Schlaganfall. Wenn sie auftreten, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. „Je eher man ein Notfallmedikament gibt, das das entstandene Blutgerinnsel auflösen kann, desto größer sind die Chancen, einen Schlaganfall unbeschadet zu überstehen“, sagt Privatdozent Dr. Dr. Kai Boelmans, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Klinikum Reinkenheide. „Daher ist es wichtig, dass die Patienten möglichst frühzeitig zu uns auf die Schlaganfallstation kommen, am besten innerhalb der ersten 90 Minuten.“

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Was ist ein Schlaganfall? „Es gibt zwei Schlaganfall-Formen“, sagt Boelmans. „In 80 Prozent der Fälle ist zu wenig Blut die Ursache: Aufgrund einer Gefäßwandverkalkung setzt sich ein Blutgerinnsel fest, verschließt ein Gefäß im Hals oder Gehirn, es kommt zu einer Durchblutungsstörung. Wir sprechen dann vom ischämischen Hirninfarkt. Die Nervenzellen des Gehirns werden an der betroffenen Stelle nicht mehr mit genug Sauerstoff versorgt. Je länger die Durchblutungsstörung dauert, desto mehr Nervenzellen sind dauerhaft zerstört. Wenn die große Halsschlagader akut zugehe, sei das ein lebensbedrohlicher Zustand. „Je kleiner die Blutgefäße sind, wo es zum Verschluss kommt, desto kleiner ist in der Regel der Ausfall“, sagt Boelmans. „Je größer die betroffenen Gefäße sind, desto größer sind die Folgen des Schlaganfalls.“ Der Ausfall der Körperfunktionen hängt von der betroffenen Hirnregion ab. Zu viel Blut ist in 20 Prozent der Fälle der andere Auslöser: „Ein Blutgefäß im Gehirn reißt plötzlich, und es kommt zu einer Blutansammlung“, erklärt der Arzt. „Das nennt man den hämorrhagischen Hirninfarkt.“

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