Kinder stehen in einem Kindergarten.

Es gibt viele Kinder, die auf das Essen in der Kita oder Schule angewiesen sind, und manche hungerten während des Lockdowns - so beschreibt es Christoph Butterwegge.

Foto: dpa

Es gibt viele Kinder, die auf das Essen in der Kita oder Schule angewiesen sind, und manche hungerten während des Lockdowns - so beschreibt es Christoph Butterwegge.

Heute

Forscher zu Armut in Bremerhaven: Für Kinder ist es besonders schlimm

Christoph Butterwegge ist einer der bekanntesten Armuts- und Ungleichheitsforscher Deutschlands. Zuletzt hat er gemeinsam mit seiner Frau Carolin das Buch „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“ veröffentlicht. 20 Jahre lang lebte er in Bremen und kennt daher auch noch die Situation in Bremerhaven, wo jedes dritte Kind von Hartz IV lebt. Er betont, dass die Corona-Pandemie diese Gruppe noch einmal besonders trifft. Um Armut aufzubrechen, muss man eigentlich auf Bundesebene ansetzen, findet der 70-Jährige. Die Ungleichheit im Land sei das tieferliegende Problem. Ihn verärgert besonders, wenn man armen Menschen auch noch die Schuld an ihrer sozialen Misere gibt.

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Herr Butterwegge, was bedeutet Armut in Deutschland, in Bremerhaven, eigentlich? Gibt es hier überhaupt richtige Armut? Armut hat ganz verschiedene Gesichter. Zu unterscheiden ist zwischen absoluter und relativer Armut. Absolut arm ist, wer seine Grundbedürfnisse wie Kleidung, Lebensmittel, medizinische Grundversorgung und Obdach nicht befriedigen kann. Das gibt es nicht nur im globalen Süden, sondern auch bei uns. Schon vor der Pandemie kam man bundesweit auf 678.000 Wohnungslose und 41.000 Obdachlose. Während der Pandemie verelendete dieses Milieu weiter. Es gibt viele Kinder, die auf das Essen in der Kita oder Schule angewiesen sind, und manche hungerten während des Lockdowns, was die Öffentlichkeit aber kaum zur Kenntnis genommen hat.

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