Kira Walper, Victor und Kiras Bruder Chrissy vor der Golden Gate Bridge in San Francisco.

Kira Walper und Victor (Mitte) freuten sich sehr über den Besuch von Kiras Bruder Chrissy in San Francisco. Sie zeigten ihm alle Sehenswürdigkeiten, natürlich auch die Golden Gate Bridge.

Foto: privat

Kira Walper und Victor (Mitte) freuten sich sehr über den Besuch von Kiras Bruder Chrissy in San Francisco. Sie zeigten ihm alle Sehenswürdigkeiten, natürlich auch die Golden Gate Bridge.

Heute Grußbrücke

Grußbrücke: Wiedersehen sorgt für ein Lächeln im Gesicht

Kalifornien: Kira Walper konnte mit ihrem Mann Victor viele schöne Momente erleben und freut sich über Besuche von und bei der Familie. Ohio: Familie Brady durfte in diesem Jahr dank Hochzeiten und Geburten neue Familienmitglieder begrüßen. Minnesota: Annika Flores setzt liebgewonnene Adventstraditionen aus ihrer eigenen Kindheit nun mit ihrer Tochter Maya fort.

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1. Kapitel

Plattdeutsche Weihnachtsmusik

Plattdeutsche Weihnachtsmusik von Godewind, ein prächtiger Weihnachtsbaum, der bis zur Decke reicht, der Geruch von Glühwein und die wichtigsten Menschen um mich herum: Weihnachten 2021. Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende hinzu. Und ich sitze hier mit einem Strahlen im Gesicht, denn auch in diesem Jahr sehe ich das Lächeln meiner Eltern und meines Bruders in der Weihnachtszeit.

In den letzten sechs Jahren, in denen ich in Amerika lebe, konnte ich leider nur 2020 ein Weihnachtsfest mit meiner Familie erleben. Ein Jahr später, im Jahr 2021, habe ich wieder die Möglichkeit, an Weihnachten nach Hause zu kommen. Meine Augen füllen sich mit Tränen, sobald ich den Bremer Flughafen sehe, und die wundervollen Kindheitserinnerungen kommen zurück. Ich schätze mich sehr glücklich, diese besondere Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Einfach wieder Kind sein, sich einfach fallen lassen… in den Armen meiner Eltern. Dinge, die man früher als selbstverständlich angesehen hat, sind in Wahrheit die besonderen Momente im Leben.

Das zweite „Corona“-Jahr in San Francisco, Kalifornien. Dadurch, dass mein Mann im Jahr 2020 Familienmitglieder in Peru durch Corona verlor und die Impfungen dort wenig bis gar nicht vorangingen, war es uns sehr wichtig, uns selbst und vor allem andere Menschen zu schützen und die Impfung so schnell es ging zu bekommen. Als wir dann im März 2021 unseren ersten Termin bekamen, fiel uns ein Stein vom Herzen. „Endlich etwas Normalität“, sagten wir uns. Als die Impfraten in der Stadt von San Francisco immer höher wurden und einige Lockerungen in Kraft traten, haben wir uns dazu entschlossen, für eine Woche nach Puerto Vallarta, Mexiko, zu reisen. 2018 waren wir das letzte Mal in Mexiko (Playa del Carmen), da wir dort unsere Hochzeit gefeiert haben. Somit war diese Mexiko-Reise eine ganz Besondere.

Endlich Guns n‘ Roses live erleben

Im August haben Victor und ich bei Airbnb eine Unterkunft direkt am Pacific Ocean in Watsonville gemietet und dort einige Tage am Strand verbracht. Wir haben viel gegrillt, gelacht und waren einfach glücklich, dass der Staat weiterhin zur Normalität zurückfindet.

Dann im August wurden Musik-Festivals für September bekannt gegeben. Es war schon immer ein Traum von mir, Teil eines riesigen Festivals in Amerika zu sein. Als wir dann hörten, dass Guns n‘ Roses beim „Bottlerock Napa Valley“ sein werden, haben wir uns direkt Tickets besorgt. Wir wühlten uns durch die Menschenmasse und waren nah an der Bühne – jedes Lied wurde mitgeschrien, und ich habe auf Victors Schultern ordentlich getanzt. Victor hatte am nächsten Morgen große Rückenschmerzen, aber er hat sich nicht beschwert. Er ist halt der Beste!

Weihnachten bei den Walpers.

Weihnachten bei den Walpers.

Foto: privat

Ein weiteres Ziel war schon immer Joshua Tree in Palm Springs für uns gewesen. Im Oktober sind wir für ein langes Wochenende dorthin geflogen, und haben wundervolle Tage in der Wüste verbracht. Wir waren tagsüber im Nationalpark, haben danach BBQs genossen und uns nachts stundenlang die Sterne angeschaut und uns über das Leben und die Zukunft unterhalten. Wir beide schätzten das Leben und die Gesundheit sehr viel mehr und wollen noch so viel von der Welt sehen.

Als der US-Präsident im Oktober bekannt gegeben hat, dass die Grenzen für Touristen im November öffnen werden, habe ich eine Nachricht von meinem Bruder Chrissy bekommen, dass er uns gerne besuchen möchte. Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder mal über diesen Plan gesprochen, dass er zu uns nach Amerika kommt und somit war es eine tolle „Überraschung“, dass er in diesem Jahr noch spontan nach San Francisco kommen möchte. Kurz darauf hat er seinen Flug gebucht und besuchte uns Anfang November für fünf Tage, bis er weiter nach Los Angeles zu unserem Cousin Sean und dann nach North Carolina zu unserer Tante Anne-Rose flog. Wir spielten Tourguide für ein paar Tage und haben alle Bars abgeklappert. Von der Golden Gate Bridge bis Marin Headlands, vom Pier 39 bis Alcatraz, vom Coit Tower bis Chinatown. Wir haben die Tage sehr genossen und es war ein wunderschönes Gefühl, meinem Bruder zeigen zu können, wo seine kleine Schwester seit drei Jahren lebt.

Geburtstag und Thanksgiving in Miami

Ein Tag, nachdem Chrissy von San Francisco nach Los Angeles geflogen war, habe ich mit meinem Papa telefoniert und er sagte, dass meine Eltern vorhaben, im Sommer 2022 nach San Francisco zu fliegen. Ich fühlte mich sehr emotional, da ich es kaum erwarten kann, dass ich bald meine Eltern in unserer „zweiten“ Heimat in die Arme nehmen und ihnen die Stadt zum ersten Mal zeigen darf. Als wir 2019 von Seattle nach San Francisco gezogen sind, haben wir uns mit der ganzen deutschen Familie bei meiner Tante und meinem Onkel in North Carolina getroffen. 2020 wollten Mama und Papa dann zu uns nach San Francisco kommen, aber dann kam leider Corona und alle Flüge wurden gestrichen. 2021 hat es wegen Corona dann auch nicht geklappt und da nun Touristen seit November endlich wieder in die USA kommen dürfen, werden sie im Juli 2022 zu uns kommen.

Im November sind wir über meinen Geburtstag und Thanksgiving nach Miami geflogen und konnten knapp zwei Wochen am Strand verbringen. Durchschnittlich sind es in Miami um die 25 Grad im November. Somit konnten wir viel Vitamin D tanken und die Zeit mit Victors Familienmitgliedern, die in Miami wohnen, genießen. Als ich in Miami gelebt habe, haben Victor und ich uns dort kennengelernt, und es war sehr besonders, dass man sich vor Ort an diese Zeiten zurückerinnern konnte.

Als Victor und ich 2020 das erste Weihnachtsfest in Deutschland zusammen verbrachten, waren wir noch nicht geimpft und wussten nicht, wie das Reisen in solchen Zeiten aussehen würde. Vier Tests wurden vor Deutschland gemacht und mit zwei Masken und Face-Shield saßen wir im Flieger. Als wir dann in Deutschland ankamen, waren wir einfach nur froh, meine Eltern in die Arme zu schließen. Ich habe meinen Flug so gebucht, dass ich fünf Wochen in Deutschland verbrachte. Meine Eltern dachten aber, dass wir nur drei Wochen in Deutschland bleiben. Am Abend vor dem „Abflug“ spielten wir Monopoly-Cards und ich habe eine unechte Lufthansa-Flugänderung erstellt und ausgedruckt, in der stand, dass Tochter Kira doch noch etwas länger in Deutschland bleiben muss, damit sie den Geburtstag ihres Papas am 14. Januar miterleben kann. Als die beiden merkten, dass ich sie gerade überraschte mit einer Deutschland-Verlängerung, war die Freude groß. Victor musste jobbedingt leider wieder nach San Francisco. Also brachten wir ihn am nächsten Tag zum Flughafen und ich konnte wieder mit meinen Eltern nach Hause fahren.

Und nun, ein Jahr später, bin ich wieder in Langen und es fühlt sich an, als wäre ich nie gegangen. Ich freue mich auf die Brötchen, auf die Nordsee-Brise und darauf, dass ich einfach wieder Zuhause bin.

Ich grüße meine Eltern, Udo und Kerstin Walper aus Langen, meinen Bruder Christopher und seine Verlobte Julia aus Hamburg, meine Tante Anne-Rose und Onkel Mike aus North Carolina, meine Oma Gerda, Nici und Family, Rosita, Hansi, Isabell, Niklas und meine kleine Maus Mathilda, Nadine Pargmann, Rene Salzmann und Vogel Grabowski, Kölle, Silvia und Bernd und meine kleine Freundin Janne. Und ich grüße meine ganze Familie und meine Freunde aus Deutschland.

Kira Walper
San Franciso, CA 94105
kira.walper@aol.com

2. Kapitel

Inmitten des „Virus-Chaos“ zur Welt gekommen

2020 und 2021 vergingen trotz Virus und allen Einschränkungen rasend schnell. Im März 2020 wurde die Schule meines ältesten Enkels Julian geschlossen und er wurde zu Hause virtuell unterrichtet, was erschwert wurde durch zum Teil langsames Internet, weil wir auf dem Land wohnen. Er ging erst im September 2021 wieder zur Schule, als Drittklässler.

Unser zweites Enkelkind Layla kam im Januar 2019 zur Welt. Inmitten des Virus-Chaos kam im Juni 2021 unser drittes Enkelkind Scarlett, Patricks Tochter, zur Welt – ohne „Babyshower“ oder Besucher im Krankenhaus.

Dann kamen virtuelle Arztbesuche, geplünderte Läden (besonders Toilettenpapier sowie Nudel- und Reisprodukte) und unsere älteste Tochter Miriam verlor für ein paar Wochen ihren langjährigen Arbeitsplatz in der Restaurantbranche. Sie lernte auf eine andere Arbeit um. Inzwischen ist sie aber wieder auf ihrer ursprünglichen Arbeitsstelle.

Im Juni erblickt Sohn Leon das Licht der Welt

Nach einem ereignislosen Sommer kamen die Feiertage. 2021 brachten unserer Oma Frostbeulen an allen zehn Fingern, da sie als über 80-Jährige immer noch Schneeschaufeln muss. Sie hatte Glück, alles ist gut verlaufen.

Julian Brady auf der Bühne bei einem Konzert der Band Saboton

Großes Erlebnis: Enkelkind Julian wurde bei einem Rock-Konzert der Band Saboton auf die Bühne geholt.

Foto: privat

Im Juni 2021 kam Carinas zweites Kind, Sohn Leon, zur Welt. Im August heiratete Natasha mit virusbedingter einjähriger Verspätung ihren Kevin. Es war eine sehr schöne Hochzeit mit Familie und Freunden und anschließender Hochzeitsreise.

Ende August fand die „Canfield Fair“ im kleineren Rahmen statt. Die 1. Septemberwoche verbrachten mein Mann Mike und ich in Springfield (Missouri). Zwölf Autostunden Fahrt von unserem Haus zur dritten Reunion der 69th Transportation Company, ehemals stationiert in Bremerhaven in der Carl-Schurz-Kaserne in Weddewarden.

Am 17. September waren Miriam und ihr neunjähriger Sohn Julian, Natasha und ihr Mann Kevin, Patrick, mein Mann Mike und ich beim Judas-Priest-Konzert mit der schwedischen Gruppe Sabaton. Während des Konzerts wurden Julian und Onkel Patrick von Sabaton auf die Bühne geholt, Julian bekam ein Autogramm von Rob Halford. Das war das größte Erlebnis für Julian und uns alle.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir werden diese Feiertage ohne Natasha und Kevin verbringen müssen, die Anfang 2021 nach Columbus (Ohio) – drei Stunden entfernt von uns – gezogen sind. Nach unserer Pause im vergangenen Jahr senden wir diesmal wieder Grüße aus Salem (Ohio) an alle Freunde und Bekannte in Bremerhaven und umzu – am meisten aber an unsere Mutter, Oma und Uroma Waltraud Lautenbach in Bad Brückenau, Astrid Lautenbach, Ralf Thiel, Rolf Stotzka sowie Keith Stevenson (ehemals Besitzer der Atlantic Bar) und Hans Jörg Eggert.

Danke, dass es die Grußbrücke immer noch gibt!

Andrea Lautenbach-Brady, Mike Brady, Miriam Brady, Natasha und Kevin Drop, Patrick Brady und Nakita, Carina Brady

3. Kapitel

Geburtstag läutet die Adventszeit ein

Ein winterliches Moin aus Minnesota in die Heimat. Im vergangenen Jahr haben wir es leider nicht rechtzeitig geschafft, einen Gruß zu schicken. Das soll uns nicht noch mal passieren.

Was hat sich geändert? Wir starten unsere Adventszeit nun jedes Jahr mit dem Geburtstag unserer Tochter Maya. Wir können es kaum erwarten, auf diese Weise das erste Türchen zu öffnen. Eine spannende Zeit erwartet uns. Rituale und Traditionen, die wir durch unsere Eltern und Großeltern mitgegeben bekommen haben, können wir nun weiterreichen: Plätzchen backen, Gedichte lernen, das Haus schmücken und Weihnachtspost verschicken.

Annika und Walter Flores mit Tochter Maya

Annika und Walter Flores dürfen dank Töchterchen Maya die Adventszeit wieder mit kindlicher Vorfreude erleben.

Foto: privat

Das Highlight für uns in diesem Jahr war definitiv der lang ersehnte Besuch in der Heimat. Meine Familie konnte endlich Maya kennenlernen und diese Zeit wurde ausgenutzt. Ein großes Dankeschön für die kurze, aber wundervolle Zeit. Der nächste Besuch wird zeitnah geplant. Ich habe dazugelernt, keinen genauen Zeitpunkt anzugeben, da uns Corona bei der letzten Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Man kann nie wissen, was uns als Nächstes erwartet.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebe Grüße,
Walter, Annika und Maya

Annika Flores
anni.lerch@web.de

Grußbrücke 2021

Karte: maps4news.com/©OSM

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