Das Schild einer Psychiatrie.

Bei ihrer Arbeit in einer psychiatrischen Klinik, hier ein Symbolfoto, wird die Krankenschwester häufig mit aggressiven Patienten, teils Straftätern, konfrontiert.

Foto: picture alliance / dpa

Bei ihrer Arbeit in einer psychiatrischen Klinik, hier ein Symbolfoto, wird die Krankenschwester häufig mit aggressiven Patienten, teils Straftätern, konfrontiert.

Heute

In der Psychiatrie: Ruhige Arbeit statt gewaltsamer Umgang

Ein Mann wird in Stotel festgenommen, von mehreren Polizeibeamten zu Boden gebracht. Einer der Polizisten drückt den Kopf des Mannes ruckartig auf den Asphalt, bricht dem Mann später auf der Wache die Nase, um einen – wie er sagt – drohenden Kopfstoß zu verhindern. Der Polizist wird wegen Körperverletzung im Amt angeklagt, aber freigesprochen, weil sein Verhalten den Vorgaben im Lehrbuch der Polizei entspricht. In den Augen von Martina Weber* ein erschreckender Umgang mit Menschen, den es auf ihrer Arbeit in der Psychiatrie so nie geben würde. Sie möchte ihren richtigen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen, weil sie nicht wisse, wie ihr Arbeitgeber darauf reagieren würde.


„Ich war erschüttert, als ich den Artikel vom Gerichtsprozess und vor allem das Urteil in der NORDSEE-ZEITUNG gelesen habe“, erzählt sie. Weber ist gelernte Krankenschwester, arbeitet seit zehn Jahren in einer psychiatrischen Klinik im Cuxland. Und hat in eben diesem Beruf immer wieder mit aggressiven Patienten zu tun, die das Personal verbal und körperlich angreifen, erzählt sie. „Präventiv jemandem die Nase zu brechen und generell diese Form der Gewalt gegen die Patienten, so etwas gebe es bei uns niemals. Ich finde es erschreckend, dass das für die Polizei normal zu sein scheint“, macht sie deutlich. Zumindest lasse das Urteil diesen Schluss zu, auch wenn Weber betont, Polizisten nicht über einen Kamm scheren zu wollen. Auch während des Prozesses hatten mehrere Kollegen des Polizisten ausgesagt, dass sie dessen Vorgehen zu hart fanden.

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