Eine angehende Ärztin hält am 12.04.2016 in einer Klinik in Dresden (Sachsen) ein Stethoskop in der Hand. Am 15.05.2017 äußert sich niedersachsens Sozialministerin Rund (SPD) zur gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum.

Niedergelassene Ärzte auf dem Land finden schwer Nachfolger. Kinder- und Jugendärzte sind wie Goldstaub, meint der Zevener Praxisinhaber Leisterer.

Foto: Arno Burgi/dpa (Symbolfoto)

Niedergelassene Ärzte auf dem Land finden schwer Nachfolger. Kinder- und Jugendärzte sind wie Goldstaub, meint der Zevener Praxisinhaber Leisterer.

Heute

Interview: Zevener Arzt plädiert für eine Männerquote in Arztpraxen

Der Zevener Kinder- und Jugendarzt Hanns-Ulrich Leisterer spricht im Interview über anstehende Klinikschließungen und Einschränkungen der Bürgerbeteiligung. Er diagnostiziert eine „Feminisierung“ der Kinderheilkunde und kritisiert die Fesseln, die niedergelassenen Ärzten mit der Telematik angelegt werden. Kritik übt Leisterer an den Kommunalpolitikern, denen er vorwirft, angesichts der Lage der medizinischen Versorgung den Kopf in den Sand zu stecken.

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Als Vorsitzender des Fördervereins für ein neues Krankenhaus in Zeven wollten sie die Ergebnisse der Kommunalwahl abwarten und die ersten hundert Tage von Gesundheitsminister Lauterbach. Sie haben Kontakt zum bundesweiten Bündnis Klinikrettung in Berlin gesucht und verfolgen die ersten Ergebnisse der Forschung der Bundesärztekammer über die „Versorgung in dünn besiedelten Gebieten“. Wie schätzen Sie die Lage in Niedersachsen ein? Ein erstes Ergebnis ist, das in den Papieren von einem zentralen Teil der Daseinsvorsorge gesprochen wird und von „gleichwertigen Gesundheitsversorgung“ im Territorium. Nun bin ich gespannt auf die Kriterien für eine Grund- und Regelversorgung, wie sie im Gesetz definiert werden. Denn auf diese kann man sich berufen. Diese wären einklagbar. Für die Bürger und damit auch für den Verein ist aber wichtig zu wissen, was im Vorfeld geändert worden ist, nämlich der Paragraf 32 des Niedersächsischen Kommunal-Verfassungsgesetzes. Gegen Entscheidungen des Trägers von Krankenhäusern oder des Rettungsdienstes ist ein Bürgerbegehren oder Bürgerentscheid nicht mehr möglich. Dagegen gab es Widerrede von „Mehr Demokratie e.V.“. Kernpunkt ist der erweiterte Negativkatalog – die neue Nummer 7 des § 32 Absatz 2 Satz 2. Damit kann der Gesetzgeber den Bürger weiter für dumm verkaufen.

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