Rettungshunde wie Spike haben in diesem Jahr besonders unter Zecken zu leiden, da sie sich viel im Unterholz bewegen.

Rettungshunde wie Spike haben in diesem Jahr besonders unter Zecken zu leiden, da sie sich viel im Unterholz bewegen.

Foto: Martina Albert

Rettungshunde wie Spike haben in diesem Jahr besonders unter Zecken zu leiden, da sie sich viel im Unterholz bewegen.

Heute

Kleine Blutsauger sind eine Gefahr für Rettungshunde

Wenn der Hagener Tierärztin Britta Heinze derzeit ein Hund mit unspezifischen Symptomen wie Fieberschüben, wechselnder Lahmheit oder einer Nierenfunktionsstörung vorgestellt wird, wird sie hellhörig. Denn gerade im Zeckenjahr 2019 ist es gut möglich, dass sich das Tier mit Borreliose infiziert hat. Eine Infektion, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann, wenn sie unbehandelt bleibt. Sie rät Tierhaltern in diesem Jahr zur Vorbeugung und zu regelmäßigen Kontrollen ihres Vierbeiners. Auch Pferde sind stark betroffen.

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Wenn sie einen vermissten Menschen suchen, tauchen sie ihre Nasen ganz tief ein in Gras und Unterholz: Rettungshunde. Denn die Fährte, die sie verfolgen, ist in dieser Höhe besonders gut für ihre empfindlichen Nasen aufzunehmen. Besonders häufig werden die Spürhunde dabei in diesem Jahr von Zecken befallen: „Es ist deutlich mehr als sonst – teilweise echter Wahnsinn“, sagt die Vorsitzende des Vereins Rettungshundestaffel Cuxland, Michaela Berger. Es gebe im Team Hunde, die würden die Zecken regelrecht anziehen. „Da sammelt man schon mal 20 bis 30 Zecken auf einmal ab“, sagt sie. Dennoch: Auf die zweimal wöchentlich stattfindenden Übungen im Gelände zu verzichten, kommt nicht infrage, denn die Tiere müssen im Training bleiben, damit sie im Ernstfall Vermisste schnellstmöglich aufspüren können. Viele der Hunde sind vorbeugend geschützt, manch einer mit natürlichen Mitteln, andere Hundeführer setzen auf medikamentöse Präparate. Michaela Berger selbst nutzt für ihre drei Hunde ein Antiparasitikum, das zweimal im Jahr als Tablette verabreicht wird und das die Zecken nach dem Andocken absterben lässt. Zur Routine gehört für die Rettungshundestaffel trotz des vorbeugenden Schutzes, dass die Hunde nach jedem Einsatz abgesucht würden. Ganz vermeiden lassen sich Zecken trotzdem nicht. Denn 2019 haben Zecken aufgrund des heißen Sommers 2018 und des darauffolgenden milden Winters Hochkonjunktur – und das bekommen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere zu spüren.

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