Orlando Horvat, Mitarbeiter des KBR, nimmt am Service-Punkt ein Paket für einen Patienten entgegen.

Orlando Horvat, Mitarbeiter des KBR, nimmt am Service-Punkt ein Paket für einen Patienten entgegen. Durch das Besuchsverbot gelten neue Regeln für den Zugang zu den Kliniken.

Foto: Lammers (Archiv)

Orlando Horvat, Mitarbeiter des KBR, nimmt am Service-Punkt ein Paket für einen Patienten entgegen. Durch das Besuchsverbot gelten neue Regeln für den Zugang zu den Kliniken.

Heute

Krankenhäuser in Bremerhaven: Besucher bleiben draußen

Patienten und Besucher der Bremerhavener Krankenhäuser müssen sich seit Mittwoch auf veränderte Besuchsregelungen einstellen. Die Kliniken haben sich mit dem Gesundheitsamt auf ein Besuchsverbot verständigt. Anlass sind die hohen Corona-Inzidenzen. Auch für den Wäschewechsel in den Kliniken gelten wieder bestimmte Regeln.

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„Ausnahmen vom Besuchsverbot sind im Bereich der Intensivstationen, Pädiatrie und in Palliativsituationen nach Rücksprachen mit der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt möglich“, sagt der Sprecher des Klinikums Reinkenheide (KBR), Henning Meyer. Dabei ist mindestens ein aktueller Corona-Tagestest notwendig.

Für Ausnahmen gilt 2G plus

„Insbesondere ist natürlich die Geburt eines Kindes eine Situation, die eine Ausnahme vom allgemeinen Besuchsverbot erlaubt“, sagt Meyer. Deshalb sei es Müttern gestattet, dass sie bei der Geburt von einer ihr nahe stehenden Person begleitet werden. „Nach der Geburt können Mütter auf der Wochenbettstation pro Tag Besuch von maximal einer Person für die Höchstdauer von einer Stunde bekommen.“ Wurde ein Familienzimmer gebucht, könne dort eine nahestehende Person Mutter und Kind für die Dauer ihres Aufenthalts begleiten. „Alle Begleit- und Besuchspersonen, die sich im Rahmen dieser speziellen Ausnahmeregelung im Klinikum aufhalten, müssen die 2G-plus-Regelung erfüllen“, betont der Sprecher des KBR.

Und wie steht es um die Versorgung der Patienten mit persönlichen Gegenständen? „Die Patienten werden gebeten, bei ihrer stationären Aufnahme möglichst ausreichend Wäsche sowie Gegenstände des täglichen Gebrauchs mitzubringen, um Bedarf und Aufwendungen für spätere Übergaben während des Aufenthalts zu reduzieren“, betont Meyer. Dennoch bestehe im KBR die Möglichkeit, dass an jedem Werktag und auch am Wochenende zwischen 9 und 16.30 Uhr Gepäckstücke abgegeben werden. „Muss Wäsche während des Aufenthalts getauscht werden, kann dies zwischen 13 und 16.30 Uhr erfolgen.“ Praktisch funktioniere es so, dass der Patient die gebrauchte Wäsche zur Weitergabe an das Stationspersonal übergibt und seine Angehörigen bittet, diese am Folgetag abzuholen und neue mitzubringen. Der Austausch der Wäschepakete erfolge neben dem Besucherempfang im Haupthaus.

Arzt trifft Entscheidung

Auch in den Bremerhavener Ameos-Kliniken gilt seit Mittwoch ein Besuchsverbot. Und auch hier gibt es Ausnahmen: „In begründeten Notfällen, zum Beispiel bei Minderjährigen oder schwerstkranken oder sterbenden Patienten kann von diesem Besuchsverbot abgewichen werden“, erläutert Ameos-Sprecher Marco Graudenz. Angehörige würden gebeten, sich zur Klärung eines solchen Notfalls telefonisch an die Telefonzentrale oder die behandelnde Station zu wenden. Die Entscheidung, ob es sich um einen Notfallbesuch handelt, trifft der behandelnde Arzt. „Für diese Notfall-Besuche gilt die 2G-plus-Regelung. Eine Booster-Impfung befreit nicht von der Testpflicht“, so der Sprecher.

Die Wäsche oder andere Dinge für die Patienten könnten von den Angehörigen mit Namen beschriftet und an der jeweiligen Zentrale abgegeben werden. „Das Personal holt die Sachen dort ab und übergibt diese an den Patienten. Ein spezielles Zeitfenster gibt es hierfür nicht“, so Graudenz.

Orlando Horvat, Mitarbeiter des KBR, nimmt am Service-Punkt ein Paket für einen Patienten entgegen.

Orlando Horvat, Mitarbeiter des KBR, nimmt am Service-Punkt ein Paket für einen Patienten entgegen. Durch das Besuchsverbot gelten neue Regeln für den Zugang zu den Kliniken.

Foto: Lammers/Archiv

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