Ein Fläschchen mit Comirnaty Impfstoff steht auf grauem Untergrund. Eine Nadel steckt in der Flasche.

Der Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech muss bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad gelagert werden.

Foto: dpa

Der Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech muss bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad gelagert werden.

Heute

Kühlkette unterbrochen: Unbrauchbarer Impfstoff verabreicht

88 Personen sind am Dienstag und Mittwoch in Cuxhaven und Bad Bederkesa durch die Johanniter im Auftrag des Landkreises Cuxhaven mit unsachgemäß gelagertem Impfstoff geimpft worden, teilte der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Trotz doppelter Kontrollen kam es zu einer Unterbrechung der Kühlkette, die für 37 Stunden ohne Reaktion blieb. Die Wirkung der Impfung kann damit nicht mehr garantiert werden. Der Landkreis geht derzeit von menschlichem Versagen aus.

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Im Auftrag des Landkreises impfen mobile Impfteams der Johanniter, des DRK Wesermünde und DRK Land Hadeln. Täglich kontrolliere das Medizinische Fachpersonal die Temperatur der Kühlschränke, in denen der Impfstoff gelagert wird und führe darüber Protokoll. Ein Temperaturlogger zeichne außerdem kontinuierlich die Temperatur auf. Diese Protokolle werden alle zwei bis drei Tage von der Koordinierungsstelle des Landkreises überprüft und dabei seien Unstimmigkeiten aufgefallen. Die Temperatur im Protokoll passte nicht zu den Lagervoraussetzungen des Impfstoffs Comirnaty von BioNTech, erklärt Kreissprecherin Kirsten von der Lieth am Freitag. „Die zu hohe Temperatur wurde eingetragen, aber irgendwie hat keiner der Verantwortlichen interpretiert, dass das jetzt ein Fall für eine Reaktion ist. Wir stehen selber gerade vor der Frage, wie das passieren konnte. Wir haben Sicherungssysteme – aber warum haben die nicht gegriffen?“, fragt sich von der Lieth. Der Landkreis geht im Moment von menschlichem Versagen aus. Die Mitarbeitenden seien alles medizinische Fachkräfte, die für die nötigen Lagerungsbedingungen der Impfstoffe sensibilisiert seien. Ihrer Kenntnis nach seien zwei Mitarbeitende der Johanniter vorerst freigestellt worden. Die Johanniter selbst wollten zunächst auf Anfrage von NORD|ERLESEN keine Auskunft geben. Warum es zu einem Temperaturanstieg im Kühlschrank gekommen war, wird noch untersucht.

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