Eine Gruppe sprüht Farbe.

Sprüht für die Artspace (von links): Das Organisationsteam Robert Worden (Förderverein „Die Alte Bürger“), Swantje Schäfer (Assistenz), Quartiersmeister Jens Rillke, Marie Garms und Annika Jaeger (Kulturamt). Auf dem Bild fehlt Grafikerin Anika Huhle.

Foto: Christian Heske

Sprüht für die Artspace (von links): Das Organisationsteam Robert Worden (Förderverein „Die Alte Bürger“), Swantje Schäfer (Assistenz), Quartiersmeister Jens Rillke, Marie Garms und Annika Jaeger (Kulturamt). Auf dem Bild fehlt Grafikerin Anika Huhle.

Heute

Kunstfestival verwandelt Fahrbahn in einen Kreativraum

Tanz, Theater, Performance, Malerei, Bildhauerei, Installationen und Musik: Das können Besucher auf einer Entdeckungsreise in Werkstätten, Galerien, Treppenhäusern, Wohnungen und auf leer stehenden Gewerbeflächen erleben. Artspace Bremerhaven geht am Wochenende 11. und 12. September in die vierte Runde. Erstmalig wird dank des Förderprogramms „Kultursommer 21“ der Kulturstiftung des Bundes sogar die Alte Bürger für das Kunstfestival gesperrt. 20 der 39 Künstler zeigen ihre Kunst direkt an Hauswänden, unter Straßenlaternen oder auf der Fahrbahn.

Kreis-Icon-Nordstern

„Es ist ein Environment“, erläutert Artspace-Ideengeber Robert Worden (Förderverein „Die Alte Bürger“). Das heißt: Das Altbauquartier selbst wird bei dem Kunstfestival Teil der künstlerischen Inszenierung. „Artspace zeigt, was für Möglichkeiten es in Bremerhaven gibt.“

Überregionale Künstler für die Seestadt begeistern

Das sahen auch 150 Künstler so, die sich für die Teilnahme beworben haben. Die Veranstalter wollen überregionale Künstler für die Seestadt begeistern und gleichzeitig die Kultur in der Region präsentieren. Ein Wermutstropfen: „Wegen Corona konnten wir die Beteiligung internationaler Künstler noch nicht wieder so umsetzen, wie wir es uns gewünscht hätten“, bedauert Worden.

Kateryna Bortsova (Ukraine) zeichnet abstrakte Akte mit verschiedenfarbiger Tusche auf genutzten Landkarten.

Kateryna Bortsova (Ukraine) zeichnet abstrakte Akte mit verschiedenfarbiger Tusche auf genutzten Landkarten.

Foto: Kateryna Bortsova

Artspace startete 2018

Gleichwohl wagt sich das Organisationsteam trotz der Pandemieauflagen wie im Vorjahr an die Kunstexpedition. Schon die dritte Artspace im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass die 2018 unter dem Namen Kunstraum/Artspace gestartete Veranstaltung mit ihren vielen Ausstellungs- und Performanceorten coronagerecht und abstandssicher stattfinden könne. „Wir müssen mit der 3G-Regel umgehen und haben das noch einmal professionalisiert“, sagt Annika Jaeger (Kulturamt). Da vor allem Innenräume mit Blick auf den Infektionsschutz problematisch sein können, schaffe die teilweise Verlagerung auf die Straße noch mehr Platz.

Alte Bürger zwischen Schleusenstraße und dem Waldemar-Becké-Platz gesperrt

Für die Veranstaltung wird die Alte Bürger zwischen der Schleusenstraße und dem Waldemar-Becké-Platz gesperrt. An den Zugängen Schleusenstraße, Sommerstraße und Am Gitter gibt es Registrierpunkte für Besucher, die anschließend mit farbigen Bändchen die passierte Einlasskontrolle nachweisen können.

Bei der Tanz-Performance „On Demand“ können die Besucher aus einem Baukastenmenü Vorgaben auswählen.

Bei der Tanz-Performance „On Demand“ können die Besucher aus einem Baukastenmenü Vorgaben auswählen.

Foto: pr

Auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten auch die ehrenamtlichen Guides – Schüler, Studenten und Anwohner –, die das Publikum zu den Attraktionen führen und Hintergrundinformationen zu den Künstlern und ihrer Arbeit verraten. „Allerdings bekommen die Besucher nur die Räume mitgeteilt, in denen etwas stattfindet – entdecken müssen die Menschen die Räume selbst“, kündigt Quartiersmeister Jens Rillke an – es soll eben eine Entdeckungsreise bleiben.

Zahlreiche Unterstützer

Veranstalter von Artspace ist der Förderverein Alte Bürger in Kooperation mit dem Kulturamt und der Quartiersmeisterei. Darüber hinaus unterstützen Hauseigentümer, Verwalter und Gewerbetreibende die Aktion, indem sie Räume oder Übernachtungsmöglichkeiten für Künstler zur Verfügung stellen. Dank der finanziellen Hilfe durch Sponsoren wie der Wirtschaftsförderung Bremen, der Dieckell-Stiftung, der Werbegemeinschaft Alte Bürger, Storm & Drang sowie der Kulturstiftung des Bundes kann die Veranstaltung kostenfrei besucht werden.

nach Oben