Mann schaut au den Hafen.

Wer mehr als ein Jahr arbeitslos ist – in Bremerhaven mehrere tausend Menschen – hat ein Risiko, soziale und fachliche Kompetenzen zu verlieren.

Foto: Erwin Wodicka/Colourbox

Wer mehr als ein Jahr arbeitslos ist – in Bremerhaven mehrere tausend Menschen – hat ein Risiko, soziale und fachliche Kompetenzen zu verlieren.

Heute

Langzeitarbeitslos: Fünf Thesen zur Armut in Bremerhaven

„Vom Sockel der Langzeitarbeitslosen kommt Bremerhaven nicht runter.“ – „Die Menschen richten es sich in Arbeitslosigkeit ein“. – „Die Behörden verwalten die Armut zu gut.“ Thesen über Bremerhavens hohe Arbeitslosigkeit kommen schnell über die Lippen. Wenn es um die Zukunft der Stadt geht, ist die hohe Arbeitslosenquote immer wieder Thema. Wir haben dem Kölner Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer fünf Thesen vorgelegt. Eine überraschende Antwort: „Langzeitarbeitslosigkeit muss es nicht geben“, sagt der Experte vom Institut der Deutschen Wirtschaft.

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These 1: Bremerhaven hat einen Sockel an Langzeitarbeitslosen erreicht, der nicht mehr abschmilzt. Die Stadt muss um diese Gruppe wachsen, dann stimmt das Verhältnis wieder.
Schäfer ist skeptisch. „Gibt es dafür Belege? Das müsste man sich schon sehr genau im Detail angucken, mit einem Pauschalurteil wäre ich da sehr zurückhaltend“, sagt der Wirtschaftsexperte. Es sei richtig, dass es eine Arbeitslosigkeit „null“ nicht gibt. „Das wäre auch nicht gut für ein Wirtschaftssystem, denn es muss immer Platz für Sucharbeitslosigkeit geben. Sonst könne jemand von außen nur sehr schwer in den Arbeitsmarkt eintreten“, erklärt er. Völlig anders sehe es aber mit Langzeitarbeitslosigkeit aus. Schäfer: „Die müsste es nicht geben.“ Denn innerhalb eines Jahres sollte es gelingen, die Betroffenen in Arbeit zu bringen oder zumindest in Qualifizierung. Wer einen Schulabschluss nachholt, eine Fortbildung macht oder sich anders qualifiziert, müsste danach dann Arbeit finden.

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