Miriam Gieseking, Leiterin der Quartiersmeisterei Lehe, präsentiert zwei der Schilder, die die Pflanzkästen auf dem Leher Pausenhof vor Vandalismus schützen sollen.

Miriam Gieseking, Leiterin der Quartiersmeisterei Lehe, präsentiert zwei der Schilder, die die Pflanzkästen auf dem Leher Pausenhof vor Vandalismus schützen sollen.

Foto: Heske

Miriam Gieseking, Leiterin der Quartiersmeisterei Lehe, präsentiert zwei der Schilder, die die Pflanzkästen auf dem Leher Pausenhof vor Vandalismus schützen sollen.

Heute

Neustart auf dem Pausenhof

Die Pandemie hat auch das soziale Leben im Goethequartier weitgehend zum Erliegen gebracht. Doch angesichts der gesunkenen Inzidenzwerte hofft Quartiersmeisterin Miriam Gieseking nun, dass die Wiederbelebung des Leher Pausenhofes wieder Fahrt aufnehmen kann. Es gibt nicht nur Planungen, sondern auch erste Aktivitäten.

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„Durch den Lockdown ist nicht viel passiert auf dem Pausenhof“, bedauert Gieseking. Die Quartiersmeisterei registriere aber immer mehr Nachfragen nach Aktivitäten auf der Fläche im Zentrum des Quartiers. Eigentlich sollte die Saison auf dem Pausenhof bereits im Mai starten. Doch ließen das die Inzidenzwerte nicht zu. „Durch die sinkenden Zahlen kommt jetzt aber wieder mehr Aktivität in die Nachbarschaft.“

Wasseranschluss geplant

Eine wichtige Infrastrukturmaßnahme sei geplant: Das rote Häuschen auf dem Platz soll einen Wasseranschluss erhalten. „Wir wollen das Häuschen auch mit einer kleinen Küche ausstatten“, kündigt die Quartiersmeisterin an. Gruppen und Vereine sollen das Häuschen besser nutzen können für ihre Aktivitäten. Die rote Bude kann als Kiosk dienen. „Es gibt schon lange den Wunsch, eine Art Café-Angebot auf dem Platz zu installieren“, weiß Miriam Gieseking. „Es können ein Nachbarschafts-, ein Kinder- und ein Sprachcafé entstehen.“

Die Lockdown-Monate nutze die Quartiersmeisterei, um die Finanzierung der Häuschen-Aufwertung auf den Weg zu bringen. „Beschäftigungsträger werden uns beim Ausbau helfen“, sagt Gieseking, deren Quartiersmeisterei vom Arbeitsförderungs-Zentrum (AFZ) betrieben wird. Außerdem erhofft sich Gieseking Mittel aus dem Landesprogramm „Lebendige Quartiere“. Fertig sein soll das Häuschen bis August oder September.

Pflanzaktion auf dem Pausenhof (von links): Nora Wieczorek (Quartiersmeisterei Lehe), Alva Scharz (Wohnprojekt Lutherstraße), Lars Graß (Projekt Rückenwind für Leher Kinder), (hinten) Renate Gosdschan (Wohnprojekt Lutherstraße) sowie helfende Anwohnerinnen und Kinder.

Pflanzaktion auf dem Pausenhof (von links): Nora Wieczorek (Quartiersmeisterei Lehe), Alva Scharz (Wohnprojekt Lutherstraße), Lars Graß (Projekt Rückenwind für Leher Kinder), (hinten) Renate Gosdschan (Wohnprojekt Lutherstraße) sowie helfende Anwohnerinnen und Kinder.

Foto: pr

Als Nutzer ansprechen will die Quartiersmeisterin Vereine und Institutionen. Die Hauptaufgabe der Quartiersmeisterei bestehe in der Koordinierung der Aktivitäten und in der Unterstützung bei der Finanzierung. „Wir werden aber selbst auch einmal pro Woche ein Nachbarschaftscafé betreiben.“ Auch ein begleitendes Angebot für Kinder soll mithilfe des Projekts „Bildungsbuddies“ entstehen. Darin können Studenten mietfrei wohnen, wenn sie im Gegenzug Lernpatenschaften an der Schule am Ernst-Reuter-Platz übernehmen.

Aus Mitteln des Programms „Wohnen in Nachbarschaften“ finanziert wird hingegen eine vom Mehrgenerationenhaus in der Goethestraße 43 initiierte Aktion: So sollen Ende Juni auf dem Pausenhof Erdmöbel gebaut und bepflanzt werden, die der Bremerhaven Künstler Mike Mio entworfen hat. Außerdem plant das Mehrgenerationenhaus Spielangebote für Kinder.

Pflanzaktion und Kino

Auf Initiative des Wohnprojekts Lutherstraße und der Quartiersmeisterei begrünten Anwohner inzwischen Betonpflanzkästen auf dem Pausenhof. „Lass mich in Ruhe wachsen“, versucht ein Schild, Vandalismus zu verhindern. „Ich brauche Wasser, Licht und Liebe“ lautet die Botschaft eines Schildes in türkischer Sprache.

Bereits fertig in der Schublade liegt das Konzept für eine Freiluft-Kino-Veranstaltung auf dem Pausenhof, die bereits im Mai vergangenen Jahres stattfinden sollte, aber wegen der Pandemie mehrfach abgesagt werden musste. „Die ist komplett durchgeplant“, sagt Miriam Gieseking. Fehlt nur noch ein Termin für LED-Leinwand und Popcorn-Maschine.

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