Schwimmfertigkeit ist für Kinder lebensrettend. Deswegen sollen Kinder, die pandemiebedingt nicht geschult werden konnten, jetzt Extrakurse erhalten.

Schwimmfertigkeit ist für Kinder lebensrettend. Deswegen sollen Kinder, die pandemiebedingt nicht geschult werden konnten, jetzt Extrakurse erhalten.

Foto: Büttner/dpa

Schwimmfertigkeit ist für Kinder lebensrettend. Deswegen sollen Kinder, die pandemiebedingt nicht geschult werden konnten, jetzt Extrakurse erhalten.

Heute

Prävention gegen Badeunfälle

Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel. Endlich ist der Sommer da. Und mit ihm der Wunsch nach Abkühlung im Wasser. Doch zu einem ungetrübten Vergnügen wird das Ganze nur, wenn Badende über ausreichende Schwimmfähigkeiten verfügen. Durch Corona wurden Kinder jedoch auch hier ausgebremst. Die Stadt will jetzt mit Intensivkursen gegensteuern.

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Schwimmbäder mussten schließen, Schwimmkurse fielen aus. Mit der Pandemie geriet auch das Thema Schwimmenlernen ins Aus. Dabei hatte das Schulamt kurz zuvor gerade mit Blick auf die Tatsache, dass Bremerhaven eine Hafenstadt ist, den Schwimmunterricht auf ein Intensiv-Modell umgestellt. „Mit sehr guten Erfolgen“, wie Schuldezernent Michael Frost resümiert.

Dreiwöchiger Intensivkursus

Anders als bei dem vorherigen Verfahren bekamen die Schüler in den dritten Klassen dabei nicht mehr wöchentlich Unterricht im Schwimmen, sondern drei Wochen lang am Stück ein tägliches Intensiv-Training. „Danach hatten sehr viel mehr Kinder im Anschluss ein Bronze- oder Silber-Abzeichen als bei der herkömmlichen Methode“, sagt Frost. Denn nur diese qualifizierten Abzeichen attestierten den Kindern gute schwimmerische Fähigkeiten. „Das Seepferdchen-Abzeichen gewährleistet das nicht.“ Damit der komprimierte Schwimmunterricht auf möglichst fruchtbaren Boden fällt, hatte das Schulamt freiwillige Kurse für Zweitklässler zur Wassergewöhnung eingerichtet.

Unliebsame Einschnitte

Grundsätzlich sei man in der Seestadt also sehr gut aufgestellt, wenn es darum gehe, Schüler möglichst schnell zu fähigen Schwimmern zu machen. Dennoch hat die Zeit des Lockdowns auch hier für unliebsame Einschnitte gesorgt.

„Unter den Pandemiebedingungen haben wir uns bemüht, den Schwimmunterricht fortzusetzen, soweit die jeweils geltenden Verordnungen dies ermöglichten“, sagt Frost. Nichtsdestotrotz naturgemäß nur mit erheblichen Einschränkungen. „Für das Schuljahr 2020/21 haben wir 13 Schwimmkurse mit rund 970 bis 990 Kindern, pro Kurs vier Klassenverbände. Davon sind aufgrund der Pandemie-Zeiten acht Kurse ausgefallen.“ Es könnten davon jeweils noch zwei Kurse im aktuell laufenden Schuljahr und sechs Kurse im neuen Schuljahr 2021/22 nachgeholt werden. „Wenn jetzt alles nach Plan läuft, ohne Lockdown-Zeiten und Distanzunterricht, können alle Schüler des dritten Jahrgangs aus dem Schuljahr 2020/21 auch noch nachträglich mit Schwimmunterricht versorgt werden“, ist Frost überzeugt.

Sommerzeit ist die Zeit, in der häufig Badeunfälle passierten. Deswegen sei das Schulamt froh darüber, dass die Bädergesellschaft Unterstützung durch ein zusätzliches Angebot für die Sommerferien geleistet habe. „Dafür können sich Drittklässler, die noch nicht schwimmen können oder nur das Abzeichen Seepferdchen besitzen, kostenfrei anmelden. Die Bädergesellschaft stellt uns freundlicherweise das Bad 1 und das Schwimmpersonal zur Verfügung“, sagt Frost.

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