Eine Kuh steht auf einer Weide - im Hintergrund ist viel Freifläche zu sehen. Doch die Flächen für die Landwirtschaft werden knapper.

Eine Kuh steht auf einer Weide - im Hintergrund ist viel Freifläche zu sehen. Doch die Flächen für die Landwirtschaft werden knapper.

Foto: picture alliance / dpa

Eine Kuh steht auf einer Weide - im Hintergrund ist viel Freifläche zu sehen. Doch die Flächen für die Landwirtschaft werden knapper.

Heute

Raubt der Klimaschutz der Landwirtschaft die Flächen?

Die Diskussion um den Bau von Solarkraftwerken auf landwirtschaftlichen Flächen wird von vielen Landwirten sehr emotional geführt. Vor allem der Flächenverlust bereitet vielen Sorge. Andere Landwirte dagegen möchten von den Anlagen profitieren. Manfred Ostendorf, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Wesermarsch, spricht über die Hintergründe und wie der Weg zu einer Lösung aussehen könnte. Seine Organisation vertritt etwa 90 Prozent aller Landwirte der Wesermarsch.

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Manfred Ostendorf, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Wesermarsch.

Manfred Ostendorf, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Wesermarsch.

Foto: Nicole Böning


In der Diskussion um die geplante 40 Hektar große Photovoltaikanlage bei Iffens wird immer wieder die Flächenknappheit in der Landwirtschaft als Gegenargument gebracht. Für einige Landwirte reicht es aus, um sich komplett gegen die Anlage auszusprechen. Ist die Situation in Butjadingen wirklich so schlimm?
Butjadingen unterscheidet sich nicht großartig von anderen Gemeinden in der Wesermarsch. Grundsätzlich gelten folgende Bedingungen: Wir haben deutschlandweit den größten Grünlandanteil mit 85 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Die Milchviehhaltung spielt eine extrem große Rolle. Wir haben 120.000 Rinder in der Wesermarsch – das ist nicht mehr als vor 30 Jahren, sie stehen nur an deutlich weniger Standorten. Hier wurde in den letzten 20 Jahren viel Geld für Ställe und moderne Technik investiert, um mit der Milchproduktion Geld zu verdienen. Ein durchschnittlicher Betrieb bewirtschaftet 120 Hektar und hat rund 120 Kühe. Er benötigt die 120 Hektar als Futterfläche. Von diesen 120 Hektar gehören dem Landwirt meist 50 Hektar, den Rest hat er gepachtet. Entweder hat er für die 70 Hektar einen Jahresvertrag oder, wenn es gut läuft, einen fünf- bis zehnjährigen Pachtvertrag. Der Landwirt kann sich also nicht sicher sein, dass die 70 Hektar morgen auch noch zur Verfügung stehen. Er hat aber einen Stall für die gesamten 120 Hektar gebaut. Den zahlt er über 30 Jahre ab. Er muss also 30 Jahre lang sicherstellen, dass er seine 120 Kühe ernähren kann, um den Stall zu bezahlen. Damit sind wir bei der Frage: Wie wertvoll ist Fläche?

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