Früher wurde beim SC Schiffdorferdamm auch höherklassig Fußball gespielt.

Früher wurde beim SC Schiffdorferdamm auch höherklassig Fußball gespielt.

Foto: privat

Früher wurde beim SC Schiffdorferdamm auch höherklassig Fußball gespielt.

Heute

SC Schiffdorferdamm: Jubiläum und Sorgen

Wo früher die Zuschauer dicht gedrängt bei den prestigeträchtigen Landesliga-Derbys gegen den ungeliebten Nachbarn TuSpo Surheide standen, schießen die Sträucher in die Höhe. Nebenan sorgt der blühende Löwenzahn dafür, dass der Grandplatz nicht mehr als solcher zu erkennen ist. An der Gastro-Hütte ist schon lange kein Bier mehr gezapft und keine Bratwurst gegrillt worden. „Die Natur erobert alles zurück“, sagt Hansjörg Kiesling, zweiter Vorsitzender des SC Schiffdorferdamm, achselzuckend beim Rundgang über die Sportanlage an der Carsten-Lücken-Straße. Fußball wird hier seit 2015 nicht mehr gespielt, die Flächen an der Autobahnabfahrt Geestemünde will die Stadt als Gewerbegebiet nutzen. Und auch bei der Mitgliederzahl hat der SCS, der am 24. Mai 1971 gegründet wurde, einen Schrumpfkurs hinter sich.

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„In den 80er Jahren lagen wir mal bei mehr als 700 Mitgliedern. Allein die Tennissparte hatte 230. Das war teilweise ein Hauen und Stechen um die Plätze“, erinnerte sich Georg Wedemeyer an bessere Zeiten auf dem „Damm“. Der Pressewart sieht ebenso wie seine Mitstreiter im Vorstand mehrere Ursachen dafür, dass in den vier verbliebenen Sparten Tennis, Tischtennis, Turnen und Handball (gemeinsam mit dem Geestemünder TV und TuSpo Surheide als HG Bremerhaven) nur noch rund 100 Sportlerinnen und Sportler aktiv sind. So habe die gesellschaftliche Entwicklung – Stichwort Individualisierung – und das geänderte Freizeitverhalten ihren Teil dazu beigetragen. Die Vereinsgaststätte hat seit zehn Jahren geschlossen, weil es aus der Mode gekommen ist, nach dem Training noch bei ein, zwei Bierchen miteinander zu schnacken. Und dass Familien, die in den Stadtteil ziehen, automatisch ihre Kinder und sich selbst im Verein anmelden, um soziale Kontakte zu knüpfen, sei längst kein Selbstgänger mehr.

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