Das Hauptproblem in der Pflege ist, dass es zu wenig Personal gibt, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Bringmann.

Das Hauptproblem in der Pflege ist, dass es zu wenig Personal gibt, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Bringmann.

Foto: Marijan Murat/dpa

Das Hauptproblem in der Pflege ist, dass es zu wenig Personal gibt, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Bringmann.

Heute

Verdi: Pflegekräfte in Bremerhaven schlechter bezahlt als in Bremen

Zu Beginn der Corona-Pandemie gab es viel Applaus für die Pflegekräfte in Krankenhäusern oder Altenheimen. Doch haben sich seitdem die Arbeitsbedingungen verbessert? „Leider nein“, sagt die für Bremerhaven zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Bringmann. „Es ist ein Witz, dass versucht wird, unsere Pflegekräfte mit Corona-Prämien zu halten.“

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Was ist vom Applaus für die Pflegekräfte hängen geblieben?
„Wenig“, sagt Bringmann. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir tatsächlich die Arbeitsbedingungen in der Pflege hätten verbessern können. Das geht aber nur, wenn es ausreichend Personal gibt. Das ist weder in Pflegeheimen noch in den Kliniken der Fall.“ Es liege nicht in erster Linie am Gehalt, dass Menschen erst gar nicht den Pflegeberuf ergreifen oder ihn vorzeitig aufgeben. „Der Personalmangel ist der Grund, warum Pflegekräfte flüchten“, betont Bringmann. „Die Politik müsste den Arbeitgebern genug Gelder zur Verfügung stellen, damit sie genug Personal einstellen können. Stattdessen gibt es immer Hickhack um die Refinanzierung. Wenn nicht mehr Pflegekräfte eingestellt werden, dann hören auch immer mehr auf.“ Da brächten auch Corona-Boni nicht viel, sagt Bringmann. Sie würden nicht helfen, um den Beruf auf Dauer attraktiver zu machen. Altenpflegekräfte haben bislang beispielsweise einen Corona-Bonus in Höhe von 1500 Euro bekommen. Spätestens bis zum Jahresende sollen Vollzeitkräfte in der Altenpflege einen weiteren Corona-Bonus von bis zu 550 Euro bekommen. Das geht aus einem Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums hervor.

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