Einfallsschneise für viele Pendler: der Autobahnzubringer Zentrum. Neun von zehn Arbeitnehmern, die nach Bremerhaven fahren, nehmen das eigene Auto.

Einfallsschneise für viele Pendler: der Autobahnzubringer Zentrum. Neun von zehn Arbeitnehmern, die nach Bremerhaven fahren, nehmen das eigene Auto.

Foto: Scheschonka

Einfallsschneise für viele Pendler: der Autobahnzubringer Zentrum. Neun von zehn Arbeitnehmern, die nach Bremerhaven fahren, nehmen das eigene Auto.

Heute

Vom Pendler zum Einwohner: So könnte Bremerhaven Menschen für sich gewinnen

Bremerhaven ist für Erwerbstätige aus allen Himmelsrichtungen ein Magnet: Annähernd 24 000 Menschen strömen jeden Morgen zur Arbeit in die Stadt. Aber nur jeder Zehnte verzichtet dabei aufs eigene Auto. Im bundesweiten Vergleich sind das überdurchschnittlich wenige. „Bremerhaven ist eben eine Autostadt“, kritisiert Olaf Orb von der Handelskammer. Er fordert, S-Bahnen bis in die Umlandgemeinden fahren zu lassen oder noch größere Anstrengungen der Stadt, Berufspendler und deren Familien an sich zu binden.

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Fast die Hälfte der Arbeitnehmer in Bremerhaven wohnt gar nicht der Stadt. Für den städtischen Haushalt ist das ein Problem, denn ihre Steuern zahlen die Beschäftigten an ihrem Wohnort. Timo Gerkens (50) etwa wohnt in Lunestedt und setzt sich seit zwei Jahren morgens in sein Auto, um in die Stadt zu fahren. Ein Umzug? „Kam nie infrage“, sagt er – auch aus der Erfahrung heraus, vorher 22 Jahre lang in Bremen gearbeitet zu haben. Gerkens hat aber ausgerechnet, dass die früheren Fahrten mit dem Zug von Lunestedt nach Bremen und zurück ihn beinahe viereinhalb Jahre seines Lebens gekostet haben. Da sei die vergleichsweise kurze Autofahrt nach Bremerhaven schon ein Gewinn, und um auch noch die Umweltbilanz zu verbessern, steht der Kauf eines Elektroautos an, dass mit dem Solarstrom vom eigenen Dach betankt werden soll. Zurzeit kosten ihn beide Fahrten am Tag, alles eingerechnet, rund 20 Euro, sagt Gerkens, mehr als das Doppelte der Bahnfahrkarte nach Bremen.

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