Skyline der schwedu

Ein Blick auf Malmös Skyline: Auch wenn die Stadt größer ist, hat sie viel mit Bremerhaven gemeinsam – ein Vorbild?

Foto: Werner Nystrand/Visitsweden

Ein Blick auf Malmös Skyline: Auch wenn die Stadt größer ist, hat sie viel mit Bremerhaven gemeinsam – ein Vorbild?

Heute Stadt der Zukunft

Was Bremerhaven von Malmös Stadtplanern lernen kann

Corona ist für die Menschen im schwedischen Malmö kein Thema mehr – dafür kennen sie wie die Bremerhavener das Problem der illegalen Autorennen nur zu gut. Die Stadt, die wie Bremerhaven schon viele Krisen erlebt hat, mausert sich dank des konsequenten Stadtumbaus zu einer wachsenden Stadt am Wasser. Daran beteiligt ist auch der Stadtplaner Lars Böhme. Im Interview erklärt der gebürtige Niedersachse unserer Reporterin Maike Wessolowski, warum er die Columbusstraße umbauen würde und was für Städte, die wachsen wollen, wichtig ist.

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Herr Böhme, Sie kennen Bremerhaven gut, nicht zuletzt durch den städtebaulichen Wettbewerb für das Werftquartier. Sie sagten sofort, dass Sie aus städteplanerischer Sicht eine Umgestaltung der Columbusstraße nur begrüßen können – warum? Die Columbusstraße ist mir schon viele Jahre ein Begriff. Und sie fällt auch sehr ins Auge, da ihre Ausformung nicht mehr unseren heutigen städtebaulichen Idealen entspricht. Über die Auslastung kann ich nicht viel sagen, dass müssen die Fachleute beurteilen. Aber vieles spricht dafür, dass sie überdimensioniert ist. Mit der Fertigstellung des Hafentunnels wird sie auch entlastet. Die Ausformung im Bereich des Auswandererhauses wirkt nicht unbedingt fußgängerfreundlich.

Warum sollte die Columbusstraße fußgängerfreundlich sein? Nun, das ist eine Frage, wie man Urbanität definiert. Für wen bauen wir die Stadt? Diese Frage wird heute anders betrachtet als in der Nachkriegszeit, als Malmö oder auch Bremerhaven und viele andere Städte ihre heutige strukturelle Ausformung erhielten, nämlich autogerecht. Das war in Bremerhaven einfach, es war viel zerstört. In Malmö hatte man genug Geld gehabt und einfach Häuser abgerissen, um Platz für Straßen zu schaffen. Und nun sprechen wir von der Verkehrswende. Der Begriff ist leider politisch geworden, was ich als Stadtplaner sehr bedauere. Denn eigentlich ist es ein Begriff der modernen Städteplanung, in der die Stadt nur attraktiv bleiben kann, wenn sie ihre Urbanität stärkt. Das heißt, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Service sind durchmischter und näher als heute. Dies entspricht auch dem Wandel unserer Lebenswelt in Bezug auf Digitalisierung und flexibler Arbeits- und Lebensgestaltung.

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