Dieser Anblick lässt Familie Stankiewicz aus Wurthfleth verzweifeln. Zwei ihrer drei Schafe liegen am Freitag tot hinterm Haus. Entsprechendes Material wird derzeit genetisch auf Wolfsspuren untersucht. Foto Privat

Dieser Anblick lässt Familie Stankiewicz aus Wurthfleth verzweifeln. Zwei ihrer drei Schafe liegen am Freitag tot hinterm Haus. Entsprechendes Material wird derzeit genetisch auf Wolfsspuren untersucht. Foto Privat

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Dieser Anblick lässt Familie Stankiewicz aus Wurthfleth verzweifeln. Zwei ihrer drei Schafe liegen am Freitag tot hinterm Haus. Entsprechendes Material wird derzeit genetisch auf Wolfsspuren untersucht. Foto Privat

Heute

Wieder Schafe gerissen: „Die Schöne“ und Babcia sind tot

Mieszko-Gabriel hält vergebens Ausschau nach den drei Schafen von Mama und Papa auf der Wiese vor seinem Zuhause in Wurthfleth. Jeden Tag füttert und streichelt der Vierjährige die Tiere. Zwei von ihnen kommen nie wieder. Sie wurden in der Nacht zu Freitag wahrscheinlich von einem Wolf gerissen.

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„Ich bin so traurig“, sagt Michael Stankiewicz, als er die toten Tiere am Morgen sieht. Die kleine Familie, die vor zweieinhalb Jahren an die Landstraße nach Wurthfleth in die Gemeinde Hagen gezogen ist, hat die drei Schafe von den Vorbesitzern übernommen – und fest in ihr Herz geschlossen. Und deshalb hat man ihnen auch Namen gegeben. „Jadek, Babcia und ,Die Schöne‘ gehören einfach zu uns“, sagt Ehefrau Kathleen. Auch sie ist verzweifelt. Nur Jadek ist davongekommen, hat Bissspuren am Ohr. „Der Arzt sagt, dass Jadek durchkommt.“

Ein Bezirksförster der niedersächsischen Landwirtschaftskammer hat die Risse schon begutachtet, so wie es bei Nutztierrissen seit 1. Februar im Lande erforderlich ist. Auch er geht von einer Wolfsattacke aus.

Die drei Schafe von Familie Stankiewicz können über einen kleinen Graben von der komplett eingezäunten Wiese neben dem Wohnhaus auf ein rund zwei Hektar großes Gelände hinaustreten und dort fressen. Dieses Areal ist von drei Seiten mit einem wasserführenden, rund zwei Meter breiten Graben umgeben. „Den muss der Wolf überwunden haben“, sagt Kathleen Stankiewicz. Einen Zaun ums Weidegelände gebe es nicht. „All die Jahre ist nichts passiert“, betont die Frau. Jetzt will sie sich – unterstützt von Deichschäfer René Krüger – um einen Wolfszaun kümmern. „Koste es, was es wolle“, sagt sie. Und ein neues Schaf müsse auch her. Es wird Jadek Gesellschaft leisten. Außerdem soll Mieszko-Gabriel bald wieder Tiere füttern und streicheln können.

Dieser Anblick lässt Familie Stankiewicz aus Wurthfleth verzweifeln. Zwei ihrer drei Schafe liegen am Freitag tot hinterm Haus. Entsprechendes Material wird derzeit genetisch auf Wolfsspuren untersucht. Foto: privat

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Andreas Schoener

Stellvertretender Teamchef Landkreis

Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.

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