Am Rande der Weltkonferenz der Deutschen Seemannsmission im Evangelischen Bildungszentrum Bederkesa diskutieren Generalsekretär und leitender Theologe Matthias Ristau (links) und Diakon und Notfallseelsorger Dirk Obermann über mehr Unterstützung für die schwer belasteten Seeleute.

Am Rande der Weltkonferenz der Deutschen Seemannsmission im Evangelischen Bildungszentrum Bederkesa diskutieren Generalsekretär und leitender Theologe Matthias Ristau (links) und Diakon und Notfallseelsorger Dirk Obermann über mehr Unterstützung für die schwer belasteten Seeleute.

Foto: Lothar Scheschonka

Am Rande der Weltkonferenz der Deutschen Seemannsmission im Evangelischen Bildungszentrum Bederkesa diskutieren Generalsekretär und leitender Theologe Matthias Ristau (links) und Diakon und Notfallseelsorger Dirk Obermann über mehr Unterstützung für die schwer belasteten Seeleute.

Leben

Erste Hilfe für die Seele der Seeleute

Ein Schlüssel baumelt am Finger des Seemanns, eines ukrainischen Seemanns, er starrt fassungslos aufs Handy: „Die Tür dazu gibts nicht mehr. Das Haus ist weg. Zerbombt.“ Eine von ungezählten tragischen Szenen, die sie hautnah erleben. Und die sie sich von der Seele sprechen: Knapp 50 Mitarbeitende der weltweit stationierten Deutschen Seemannsmissionen – auf ihrer Weltkonferenz. Diese erste große Tagung seit acht Jahren, in Bremerhaven, Bad Bederkesa und Hamburg, geht heute zu Ende.

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Aus Kamerun, Panama und London, aus Genua, Griechenland und Rotterdam sind sie angereist, Pastoren, Diakone, Diakoninnen, Sozialarbeiter – alle, die sich in den 30 Stationen der Deutschen Seemannsmission den Menschen widmen, die alle Gebrauchsgüter über die Meere transportieren. Ein Knochenjob, der neben der Heuer mit Einsamkeit, Risiken und Angst bezahlt wird. Manchmal mit dem Leben. „Ich bekam einen Anruf, ein Mann an Bord sei schwer an Corona erkrankt, ich durfte aber nicht aufs Schiff. Der Mann starb.“ Péré Kokou verwindet nur schwer, dass er keinen Beistand leisten, nicht für die verstörte Crew hat da sein können. Der Seemannspastor aus Togo leitet seit drei Jahren die deutsche Mission im Hafen von Lomé. Und ist heilfroh, nach zwei Jahren ausschließlich digitalen Bildschirmkontakts nun auf der Konferenz leibhaftigen Austausch und die Menschen im Netzwerk der deutschen Missionen „echt“ zu erleben. Und zu lernen, wie sie die Seeleute in Ausnahmezeit wie heute noch besser unterstützen könnten. Sei es durch Chat-Foren oder ein auf der Konferenz beschlossenes neues Online-System, „mit dem wir alle sehen können, wo auf welchem Schiff schon ein Bordbesuch war“, hält es die Bremerhavener Diakonin Christine Freytag für „sehr sinnvoll für unsere Besuchs-Planung.“

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