Bahnreisende warten am Hauptbahnhof auf einen Zug.

Viele Bahnreisende sind wegen "Zeynep" irgendwo in Deutschland gestrandet - auch unsere Reporterin Susanne Schwan.

Foto: Roland Weihrauch/dpa (Symbolfoto)

Viele Bahnreisende sind wegen "Zeynep" irgendwo in Deutschland gestrandet - auch unsere Reporterin Susanne Schwan.

Leben

Was für ein Abenteuer! Chaos-Reise mit der Deutschen Bahn im „Zeynep“-Orkan

Gestrandet. Wie tausende andere auch. „Zeynep“ tobt. Ja, muss man denn ausgerechnet im Orkan reisen, fragen sich Vernünftige natürlich. Ich muss. Urlaubsende, raus aus dem Oberallgäuer Winter, zurück nach Bremerhaven, rauf auf die Schienen, Platz ist schon lange reserviert, knapp 1000 Kilometer geht’s nordwärts. Mit schwerem Koffer voll Eis-und-Schnee-Klamotten. Morgens um 10 Uhr noch sonnig los in Immenstadt. Umstieg München in den ICE – reibungslos. Der soll über Hannover und Bremen bis Hamburg. Eigentlich. Doch ab Pasing übernimmt schon „Zeynep“ die Regie. Mein kleines Orkanreisetagebuch...

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München Hauptbahnhof, 12 Uhr: Der ICE Richtung Nordsee rollt noch planmäßig aus München raus... Der Orkan soll ja auch erst abends auf Norddeutschland treffen. Dennoch erste Konfusion hunderter Fahrgäste zwischen 0 und 90 Jahren während der bestens gelaunten Durchsage unseres Zugführers: „Wegen des angekündigten Orkans stellt die Bahn sämtliche Züge ab 14 Uhr bereits in NRW, ab spätestens 17 Uhr ab Hannover ein, verehrte Fahrgäste, leider endet unsere Fahrt in Hannover, falls wir überhaupt so weit kommen, lassen wir uns überraschen. Fahrgäste, die nach Hamburg und Bremen wollen, werden gebeten, erst gar nicht hier in München loszufahren... „ – erstes Gelächter im Waggon – „aber wir hoffen sehr, Sie heute noch bis Hannover zu bringen, kommen Sie doch derweil in unserem Bordrestaurant vorbei, vielleicht auf ein Beruhigungskäffchen...“ Humor hilft enorm. Käffchen auch. Mit 180 Sachen pflügt unser ICE durch sonniges Bayernland Richtung Ingolstadt, Nürnberg, Würzburg... und auf den großen Wagen-Displays ist „Bremen“ schon dick durchgestrichen. Vor und hinter mir klebt alles am Handy, „holt Papa mich ab?“ „Schatz, ich bleib in Hannover besser im Hotel“, „Ohmann, ich muss aber nach Hamburg irgendwie“... sollte ich auch schon Muffensausen kriegen und mir ein Hotel in Fulda oder spätestens Kassel suchen? Meine innere Stimme raunt: Nee. Wär ja gelacht.

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