Zwei Pastoren vor einer Kirche.

Ihre „Zuhausekirche“ ist die Bremerhavener Emmausgemeinde. Hier ist das junge Pastoren-Tandem Max Bode (rechts) und Chris Schlicht vor eineinhalb Jahren angekommen mit dem alten Polo, den sie schon im Theologiestudium zum „Partykeller“ umfunktioniert haben. Zu Markenzeichen sind die Skateboards und inzwischen die komplette Eishockey-Fan-Montur der Fischtown Pinguins geworden.

Foto: RALF MASORAT

Ihre „Zuhausekirche“ ist die Bremerhavener Emmausgemeinde. Hier ist das junge Pastoren-Tandem Max Bode (rechts) und Chris Schlicht vor eineinhalb Jahren angekommen mit dem alten Polo, den sie schon im Theologiestudium zum „Partykeller“ umfunktioniert haben. Zu Markenzeichen sind die Skateboards und inzwischen die komplette Eishockey-Fan-Montur der Fischtown Pinguins geworden.

Leute

Kirchenrebellen mit Skateboards und Tattoos

„Gott ist der einzige Liebes-Provider mit Flatrate“: Damit kriegen sie sie. Mit ihrem Mix aus flapsiger Sprache und Empathie kriegen zwei schräge Vögel ihre himmlische Mission, dass Gottes Liebe unendlich ist, bodenständig „verkauft“. Kriegen 1,4 Millionen Fernsehzuschauer – und Lob und Schelte dafür, den leckgeschlagenen „alten Tanker Kirche“ in ihrer Bremerhavener Gemeinde frech-fromm-fröhlich durch die Klippen zu manövrieren: Chris Schlicht (32) und Max Bode (30) sind Pastoren, als NDR-Talk-Show-Gäste seit Oktober überregional bekannt und als Seelsorger mit Glauben, Skateboard und Experimentierlust unterwegs.

Kreis-Icon-Nordstern
„Gott ist’n Angeber.“ Der Pastor meint’s ernst: „Das ist unfasslich, was sich alles so schnell entwickelt hat in der kurzen Zeit, die wir erst hier sind.“ Vor eineinhalb Jahren, im Corona-Juni 2020, ist Pastor Christopher Schlicht in Bremerhavens Süden angerückt, mit seinem gleichfalls frisch ordinierten Pastoren-Kollegen Maximilian Bode. Im alten Polo sind sie durchs Sozialbau-Quartier Grünhöfe gegurkt, die Straßen ihrer neuen, 2.400 Seelen zählenden Emmaus-Gemeinde. „Erster Eindruck: nur Wohnriegel, alle gleich, alles grau“, rekapituliert der Pastoren-Sohn aus Hoya, „im Internet liest du von Brennpunktviertel, Kinderarmut, Migrationsfamilien, aber das sagt nicht viel über ein Viertel aus.“ Es waren, sagt er, die Lebensgeschichten der Menschen hier, mit denen ihr Revier rasch Profile, Gesichter, Farben bekam. „Es war krass, in den ersten Tagen schon festzustellen, wie offen und kommunikativ die Leute sind“, sagt Max Bode – seine Eltern beide Religionslehrer –, der statt Philosophie und Theologie um ein Haar Kunst studiert hätte, „aber die Kunst wollte mich nicht“. Er streicht die grüne Haarsträhne aus der Stirn und meint: „Wir haben sofort gemerkt, hier gibt’s Arbeit für mindestens zehn Jahre.“

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